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    <title>www.kontrollwahn.de/java/regenmacher - Tag &apos;taxonomie&apos; (RSS 2.0)</title>
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    <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 08:30:37 GMT</pubDate>
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      <title>WeblogTypen und Blogging-Stile</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Einordnungs- und Typsisierungsprobleme begleiten vermutlich viele Innovationen. Was Weblogs angeht, so tr&amp;auml;gt deren &lt;strong&gt;Verwendungsoffenheit&lt;/strong&gt; in besonderem Ma&amp;szlig;e dazu bei. So begleitet Weblogs die Frage, ob Weblogs ein eigenes Genre darstellen oder ob sie als eine Online-Form eines oder mehrere Offline-Genres verstanden werden sollen sp&amp;auml;testens seit dem Zeitpunkt ihrer &amp;#8220;Verbreitungsexplosion&amp;#8221;. Auch die Debatte ob Weblogs-Schreiben &lt;strong&gt;Journalismus&lt;/strong&gt; sei wurde und wird &lt;a href=&quot;http://www.ibusiness.de/aktuell/db/204364sr.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;immernoch&lt;/a&gt; heftig gef&amp;uuml;hrt. Eindeutige und starre Zuschreibungen erscheinen vom heutigen Forschungsstand aus betrachtet wenig hilfreich.&amp;nbsp; Die These, dass derartige Unversalwerkzeuge (Begriffs-)Grenzen aufl&amp;ouml;sen ist angebracht. Ein eigener Ordunungsversuch sollte zumindest anschlussf&amp;auml;hig sein an existierende und verbreitete &lt;strong&gt;Leitmetaphern&lt;/strong&gt; sein. Das Framework soll eine Kategorisierung von Weblogs auf Grund der Beitragsinhalte erm&amp;ouml;glichen, um &amp;uuml;ber Intentionen/Motive der Autoren und Zwecke von Institutionen (vgl. Zerfa&amp;szlig; 2005) m&amp;ouml;glichst wenig spekulieren zu m&amp;uuml;ssen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kontrollwahn.de/java/regenmacher/media/232/&quot;&gt;&lt;img class=&quot;entry-inline-image&quot; src=&quot;http://www.kontrollwahn.de/keblog_static/sites/regenmacher/media/2008-0729-1111-2801.story.png&quot; alt=&quot;2008-0729-1111-2801&quot; title=&quot;2008-0729-1111-2801&quot; width=&quot;400&quot; height=&quot;190&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Durch die Kombination von Polarit&amp;auml;ten der drei &amp;#8220;Dimensionen&amp;#8221; (Spalten 1 - 3) entstehen formal acht unterschiedliche Blogging-Stile, wobei diese Bezeichnung bewusst unscharf bleibt, was ihre Anwendung auf Weblogs oder deren Beitr&amp;auml;ge angeht. Bei einer Anwendung auf einzelne Beitr&amp;auml;ge ist zu beachten, dass die thematische Breite eines Beitrags nur f&amp;uuml;r l&amp;auml;ngere Text sinnvoll zu bestimmen ist. Erst bei einem tats&amp;auml;chlich homogenen Blogging-Stil &amp;uuml;ber viele Beitr&amp;auml;ge hinweg.l&amp;auml;sst sich ein ganzes Weblogs treffend zuordnen. Es wurde bereits betont und empirisch gest&amp;uuml;tzt, dass davon im Allgemeinen nicht auszugehen ist. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Vor allem an dem Merkmal der Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e &lt;strong&gt;der adressierten / erreichten &amp;Ouml;ffentlichkeit&lt;/strong&gt; liegt es, dass es leicht zu einer Gleichsetzung von Weblog-Stil und Beitrags-Stil kommt. Die meisten Weblog-Plattformen bieten technisch &amp;#8220;nur&amp;#8221; eine Festlegung des Lesezugriffs auf Weblog-Ebene an und nicht f&amp;uuml;r einzelne Beitr&amp;auml;ge bzw. lassen eine Einschr&amp;auml;nkung des Lesezugriffs &amp;uuml;berhaupt nicht zu. Eine Einschr&amp;auml;nkung die als Vereinfachung wirkt, aber auch dazu f&amp;uuml;hrt, dass Weblogs auf Grund ihrer technischen Gestaltung h&amp;auml;ufig vorschnell als &amp;ouml;ffentliche Kommunikation typisiert werden. Die tats&amp;auml;chliche Leserschaft ist meist um Gr&amp;ouml;&amp;szlig;enordnungen kleiner. Auch wer anf&amp;auml;nglich mit seinen Beitr&amp;auml;gen &amp;#8220;stilistisch&amp;#8221; die gesamte (Online)Welt adressiert, wird dies recht schnell merken und seinen Stil entsprechend anpassen. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thematisch Breite&lt;/strong&gt; meint die Vielfalt der dargestellten Lebensbereiche einer Person. Die Beispiele &amp;#8220;privat&amp;#8221;, &amp;#8220;beruflich&amp;#8221; stellen hier eine erste, weitere Untergliederungsebene dar. H&amp;auml;ufig sind Blogs zun&amp;auml;chst einem wesentlich spezifischeren Fachthema gewidmet und enthalten sporadisch Hinweise auf fachfremde Aspekte des Autors. Dies weist auch in dieser Dimension auf eine gewissen Dynamik hin, die gerade die Authentizit&amp;auml;t von Weblogs positiv beeinflusst.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Thematische Tiefe&lt;/strong&gt; bezieht sich darauf, wie stark ein Nutzer/Autor eigene Gedanken in einen Beitrag einflie&amp;szlig;en l&amp;auml;sst. Beim Re-Publizieren von Referenzen (Links) beispielsweise kann ein Autor unterschiedlich ausf&amp;uuml;hrlich kommentieren und unterschiedlich lange Abschnitte als Zitate durch Kopieren &amp;uuml;bernehmen. Bei l&amp;auml;ngeren Zitaten ist die Beitragsl&amp;auml;nge dann nat&amp;uuml;rlich kein geeigneter Indikator mehr f&amp;uuml;r die thematische Tiefe / Sch&amp;ouml;pfungstiefe / Originalit&amp;auml;t. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Den so formal entstandenen acht Bloggingstilen lassen sich nun Ph&amp;auml;nomene und Benennungen zuordnen, wobei sich auch die angesprochenen &lt;strong&gt;Leitmetaphern&lt;/strong&gt; wiederfinden lassen, wenn man die Kategorien auf Weblogs bezieht. &lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Micro-Blogging&lt;/strong&gt;, also das Festhalten kurzer, pers&amp;ouml;nlicher Statusmeldungen mit Werkzeugen wie twitter.com, ist eher themenunabh&amp;auml;ngig und der tats&amp;auml;chliche Leserkreis klein. Das Gedankenspiel, dass eine &amp;ouml;ffentlich Person &amp;#8220;twittert&amp;#8221; (bspw. der Papst oder die Bundeskanzlerin) w&amp;auml;re bei der gew&amp;auml;hlten Anordnung der Tabelle am anderen Ende der Spalte einzuordnen. Im Bereich ausf&amp;uuml;hrlicherer Berichte, die keiner thematischen Selektion unterliegen und zun&amp;auml;chst auf eine &amp;uuml;berschaubare Leserschaft zielen l&amp;auml;sst sich die Leitmetapher des &lt;strong&gt;Internet-Tagebuchs&lt;/strong&gt; verorten. Weitere Bezeichnungen f&amp;uuml;r dieses Ph&amp;auml;nomen sind Personal Journal oder &lt;strong&gt;life-writing&lt;/strong&gt;, wobei ich letztere Bezeichnung im dargestellten Rahmen sehr treffend finde. Die Bezeichnung Journal sollte mittlerweile nicht mehr ohne weitere Detaillierungen wie verwendet werden, wenn die Tagebuch-Metapher gemeint ist. Mittlerweile werden Weblogs eben auch fokussierter, bspw. im Lern- und Bildungsbereich, eingesetzt und dann mitunter als Lern-Journale bezeichnet, so dass die Gleichsetzung Journal = Tagebuch schnell zu Missverst&amp;auml;ndnissen f&amp;uuml;hrt. Der Anwendungsbereich auf den sie meine Dissertation bezieht findet sich in den n&amp;auml;chsten beiden Typen bzw. Stilen und k&amp;ouml;nnen den oben genannten &lt;strong&gt;Knowledge-Blogs &lt;/strong&gt;zugeordnet werden. Die &lt;strong&gt;Filter-Weblogs&lt;/strong&gt; haben ihren Ursprung in den kommentierten Linklisten, wobei die Kommentierungen nat&amp;uuml;rlichen unterschiedlichen Umfang annehmen k&amp;ouml;nnen. Aus Sicht des Wissensmanagements steckt der Wert in der Selektion und kommentierenden Bewertung der referenzierten Quellen, weshalb ich gerne auch die Bezeichnung &lt;strong&gt;Wissens-Spuren&lt;/strong&gt; verwenden. Die Bezeichnung &lt;strong&gt;Experten-Weblogs&lt;/strong&gt; lie&amp;szlig;e sich f&amp;uuml;r einen tendenziell ausf&amp;uuml;hrlicheren Stil verwenden, wobei auch die knappen Selektionen von Experten bereits einen Wert f&amp;uuml;r das Wissensmanagement darstellen k&amp;ouml;nnen. Es ist ohnehin davon auszugehen, dass ein bloggender Experte auch l&amp;auml;ngere Darstellungen einflie&amp;szlig;en l&amp;auml;sst. An dieser Kategorie wird ersichtlich, dass die &amp;Uuml;berg&amp;auml;nge zum &lt;strong&gt;Fach-Journalismus&lt;/strong&gt; flie&amp;szlig;end sind und im wesentlichen vom &amp;Ouml;ffentlichkeitsgrad abh&amp;auml;ngen. Ein hoher &amp;Ouml;ffentlichkeitsgrad, kombiniert mit kurzen Beitr&amp;auml;gen k&amp;ouml;nnte man als &lt;strong&gt;thematische Linksammlung&lt;/strong&gt; charakterisieren. Allerdings ist fraglich, ob ohne ausf&amp;uuml;hrlichere Kommentare ein &amp;ouml;ffentliches Interesse erzielt und aufrecht erhalten werden kann. Dieses Anwendungsbeispiel r&amp;uuml;ckt nahe an Social-Bookmarking heran, wobei dann eine starke Bindung an den &amp;#8220;Autor&amp;#8221; meist nicht mehr gegeben ist. Vielmehr wird &amp;uuml;ber thematische Mechanismen wie Schlagworte durch Tagging die M&amp;ouml;glichkeit genutzt, auch zu anderen Nutzern zu navigieren. Mit &amp;ouml;ffentlichen, themenoffenen und f&amp;uuml;r Online-Publikationen vergleichsweise ausf&amp;uuml;hrlichen Beitr&amp;auml;gen bewegt man sich in den bereich klassicher &lt;strong&gt;Massenmedien&lt;/strong&gt;. Die Kurzform wurde oben bereits angesprochen bzw. findet in anderen Werkzeugen statt. &lt;/p&gt;
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      <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 08:30:37 GMT</pubDate>
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