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    <title>www.kontrollwahn.de/java/regenmacher - Tag &apos;koordination&apos; (RSS 2.0)</title>
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    <pubDate>Mon, 31 Oct 2011 19:57:38 GMT</pubDate>
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      <title>Harte N&amp;uuml;sse statt T&amp;uuml;tensuppe</title>
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      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;Mein Kokmmentar zu den [n&amp;auml;chsten] Organisationen in der Digitalen NetzGesellschaft&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://blog.poczynek.org/2011/10/blogparade-thesen-zur-nachsten.html&quot;&gt;&lt;img style=&quot;display: block; float: none; margin-left: auto; margin-right: auto&quot; title=&quot;Blogparade Thesen zur naechsten Gesellschaft&quot; alt=&quot;Blogparade Thesen zur naechsten Gesellschaft&quot; src=&quot;http://www.poczynek.org/downloads/xmess_blogparade_Jan.A.Poczynek_400x150.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Wie m&amp;uuml;ssen Organisationen (heute) im Kontext einer n&amp;auml;chsten - vom Computer gepr&amp;auml;gten Gesellschaft - gedacht, entworfen, beraten und letztendlich auch gemanagt und gef&amp;uuml;hrt werden?&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;Ein ehemaliger Kollege berichtete vor vielen Jahren, wie Peter Senge auf einen &amp;auml;hnliche Frage geantwortet hatte. Der &amp;Uuml;berlieferung nach ging er ans Flip Chart und malte ein wildes Kn&amp;auml;uel aus Linien und Punkten. Eine gelungene Irritation und das Web der so genannten zweiten Generation war zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal &quot;erfunden&quot;.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pluralisierung von Koordinationslogiken&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Von der g&amp;ouml;ttlichen Ordnung (&quot;Hierarchie&quot;) zum wilden Kn&amp;auml;uel, ist das die Richtung f&amp;uuml;r die n&amp;auml;chste Organisation? Jedenfalls fordert der global vernetzte Computer die klassischen Koordinationsformen heraus und setzt damit die Organisationsform sowohl industrieller als auch ministerieller B&amp;uuml;rokratien unter Ver&amp;auml;nderungsdruck. Doch was sind die Alternativen zur Pyramide? Schon wird von findigen Beratern die Netzwerkorganisation ausgerufen und, je nach Situation, ein sportliches &lt;em&gt;Umschalten&lt;/em&gt; zwischen Netzwerk und Hierarchie als L&amp;ouml;sung proklamiert. Ganz so einfach wird es wohl nicht gehen - und - eine weitere, etablierte Koordinationsform wird dabei komplett vergessen: die M&amp;auml;rkte. Sie existieren im Plural, sowohl au&amp;szlig;erhalb als auch innerhalb von Organisationen. Marktlogik erm&amp;ouml;glicht eine weitreichende Kontrollvereinfachung, &lt;em&gt;optimiert&lt;/em&gt; aber in den meisten F&amp;auml;llen lokal und kurzfristig. Es entstehen die organisationalen Silos, denen beispielsweise der Organisationpsychologe &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Rensis_Likert&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Rensis Likert&lt;/a&gt; (der mit der Fragebogenskala!) schon vor 50 Jahren mit seine &quot;linking pins&quot; einen Kompensationsmechanismus an die Seite stellen wollte.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Bleiben wir zun&amp;auml;chst bei den erw&amp;uuml;nschten Wirkungen des Eindringens von elektronischen Vernetzungstechnologien in Organisationen. Gemeint sind soziale Medien, social media, social software, oder einfach ein substantiviertes &quot;Social&quot;, wie es mittlerweile in der angels&amp;auml;chsischen Sprachgemeinschaft anzutreffen ist.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Transparenz und Informationsflut&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Setzt man soziale Firmensoftware (enterprise social software) ein, so tendiert diese hin zu einer &lt;em&gt;&amp;Ouml;ffnung&lt;/em&gt; von Informationen. Das &lt;em&gt;muss&lt;/em&gt; zumindest dann so sein, wenn man selbstorganisierende Vernetzung organisieren m&amp;ouml;chte. Um Missverst&amp;auml;ndnissen vorzubeugen: der Glaube, dass dadurch kurzfristig &lt;em&gt;alle&lt;/em&gt; Informationen in Unternehmen f&amp;uuml;r &lt;em&gt;alle&lt;/em&gt; Mitarbeiter zug&amp;auml;nglich w&amp;auml;ren ist so naiv, wie Aussagen &amp;uuml;ber &quot;alles und jeden&quot; in sozio-technischen Zusammenh&amp;auml;ngen falsch sind. Andererseits kann man anmerken, dass die mutigen &lt;a href=&quot;http://books.google.com/books?id=tm_QY_nbOWMC&amp;amp;lpg=PA279&amp;amp;ots=8tMacUkZLR&amp;amp;pg=PA270#v=twopage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Interventionen einiger Vorreiter&lt;/a&gt; genau in Richtung &quot;schonungslose Offenheit&quot; gehen. Doch auch beim vermeintlich &lt;em&gt;kontrollierten&lt;/em&gt; Einsatz von sozialer Firmensoftware entsteht ein mehr an Transparenz, auch und gerade &amp;uuml;ber Beziehungen. Dabei handelt es sich um digital nachvollziehbare Verkn&amp;uuml;pfungen von Personen und nicht um dunkle Netzwerke oder verborgene Seilschaften. Ein Umstand, der w&amp;uuml;nschenswert erscheint. Der Preis daf&amp;uuml;r ist, dass wir uns einer nie da gewesenen &lt;a href=&quot;http://books.google.com/books?id=G24rqYMy72YC&amp;amp;lpg=PR2&amp;amp;dq=editions%3Am_jBqBWyVUIC&amp;amp;pg=PA10#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Information&lt;/a&gt;sflut gegen&amp;uuml;ber sehen und selbst scharfe Selektionskriterien entwickeln m&amp;uuml;ssen, wem und was wir Aufmerksamkeit schenken wollen. Need-to-know funktioniert(e) eben nur dort (halbwegs), wo noch an &quot;h&amp;ouml;herer&quot; Stelle &amp;uuml;ber Relevanz von Informationen sinnvoll unterschieden werden kann. F&amp;uuml;r den Wissensarbeiter ist &lt;a href=&quot;http://carta.info/39625/vom-kontrollverlust-zur-filtersouveranitat/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Filtersouver&amp;auml;nit&amp;auml;t&lt;/a&gt; der geeignetere Imperativ. Dabei hilft es, grob zwei Arten von Informationsstr&amp;ouml;men zu unterscheiden: Den, &amp;uuml;ber schwache Bindungen vorgefilterten, rei&amp;szlig;enden Strom an potenziell-relevant peripherer Information einerseits und &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Fragmente, auf die wir uns zum tiefen Verst&amp;auml;ndnis fokussieren m&amp;uuml;ssen andererseits.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;&lt;strong&gt;Harte N&amp;uuml;sse statt T&amp;uuml;tensuppe&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Doch zur&amp;uuml;ck zu den oben angesprochenen Koordinationsformen. Von denen fehlt hier noch eine, die sich denkbar schlecht als unmittelbare Interventionskandidatin eignet: die Unternehmenskultur. Ihren Wandel abzuwarten oder gar zu &quot;designen&quot; fordert nur, wer sowohl das Wesen von Organisationskulturen generell als auch deren Wechselwirkung mit Technik ignoriert. Auch simple mechanische Rezepte &lt;a href=&quot;https://plus.google.com/u/0/102992735074563305128/posts/TXwE3GwMgb2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;vom Typ T&amp;uuml;tensuppe&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.omnisophie.com/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Gunter Dueck&lt;/a&gt; hat da eine wunderbare Metapher geschaffen) kann es f&amp;uuml;r auf dem Weg zu den n&amp;auml;chsten Organisationen nicht geben. Mein Wunsch f&amp;uuml;r ein Nachdenken &amp;uuml;ber neue Organisationsformen w&amp;auml;re die explizite Einbeziehung der &quot;harten N&amp;uuml;sse&quot; wie: &lt;/p&gt;  &lt;ul&gt;   &lt;li&gt;der oben angesprochene Pluralismus von Koordinations-&quot;Mechanismen&quot;, &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;Konfliktformen und Muster zu deren konstruktiver L&amp;ouml;sung, &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;die Haltung zu Machtspielen, Mikropolitik und Ideenklau, idealerweise im Zusammenhang mit der &quot;neuen Transparenz&quot;,&lt;/li&gt;    &lt;li&gt;die Frage nach Ver&amp;auml;nderungen in Gehaltsgef&amp;uuml;gen sowie &lt;/li&gt;    &lt;li&gt;die Gestaltung &lt;em&gt;wirksamer &lt;/em&gt;Partizipation an Entscheidungen.&lt;/li&gt; &lt;/ul&gt;  &lt;p&gt;Eine &amp;Uuml;bung k&amp;ouml;nnte sein, sich Organisationen entlang ihrer zeitlichen Entwicklung vorzustellen, quasi vom Startup bis zum gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Mittelstand und - retrospektiv, projektiv, wie auch immer - sich den Umgang mit den tabuisierten Ph&amp;auml;nomenen zu erz&amp;auml;hlen. Das Sp&amp;auml;twerk des eingangs erw&amp;auml;hnten Rensis Likert, 1976 mit seiner Frau verfasst, bekam &amp;uuml;brigens den Titel: &lt;i&gt;New Ways of Managing Conflict&lt;/i&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Mon, 31 Oct 2011 19:57:38 GMT</pubDate>
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      <title>Enterprise 2.0 und Emergenz</title>
      <link>http://www.kontrollwahn.de/java/regenmacher/stories/3562/</link>
      <description>&lt;div class=&quot;entry-body&quot;&gt;
  &lt;p&gt;eine knapp und gute Zusammenfassung von Sebastian Sch&amp;auml;fer findet sich hier unter: &lt;a href=&quot;http://schaeferblick.wordpress.com/2010/01/14/offene-kommunikation-und-emergenz/#respond&quot;&gt;Offene Kommunikation und Emergenz &amp;laquo; Schaeferblick Weblog&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;Das &quot;Intranet 2.0? zeichnet sich nicht nur als Informationsablage, sondern vor allem als Kommunikationsplattform aus, bei der nicht die Dokumente sondern die Nutzer im Mittelpunkt stehen.&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;Wobei auch schon die Nutzungsformen &quot;emergent&quot;, vgl. den &lt;a href=&quot;http://www.kontrollwahn.de/java/regenmacher/stories/3560/&quot;&gt;Social Software Hut&lt;/a&gt;. Allderdings werden sowohl das (offene) individuelle Informationsmanagement als auch kommunikationsorientierte Zwecke durch die Eigenschaften von Social Software (vernetzbar, Autor steht immer dabei und ist &quot;verlinkt&quot;) en passant in Richtung Vernetzung &quot;geschoben&quot;. Im Bereich der geschlossenen Kollaboration (Hutkrempe, unten) ist das nicht zu erwarten, denn diese Leute kennen sich ja in der Regel schon (Projektteams, Abteilungen etc.).&lt;/p&gt;  &lt;blockquote&gt;   &lt;p&gt;Eine geeignete F&amp;uuml;hrungsphilosophie vorausgesetzt, werden Traditionelle Hierarchien bzw. Organigramme damit keinesfalls &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig oder zum Hemmschuh per se. Pers&amp;ouml;nlich bin ich der Meinung, dass interne Unternehmenskommunikation sowohl offen als auch direkt sein kann (und sollte).&lt;/p&gt; &lt;/blockquote&gt;  &lt;p&gt;Direkt = Hierarchie . naja, . so einfach ist es nicht. Es bleibt zun&amp;auml;chst festzustellen, dass zumindest in gr&amp;ouml;&amp;szlig;eren Unternehmen sich mittlerweile mindestens &lt;strong&gt;drei Steuerungsformen&lt;/strong&gt; finden: Hierarchie, Markt und Netzwerk. Der Markt, auch &lt;em&gt;in&lt;/em&gt; der Organisation, wird gerne in der Diskussion vergessen und die Aufgabe auf das schnelle &quot;Umswitchen&quot; zwischen Hierarchie und Netzwerk reduziert. Zwischen den Steuerungs- oder Kooordinationsformen bestehen Spannungsverh&amp;auml;ltnisse! Das kann ich hier nicht auf die Schnelle darstellen und veranschaulichen. Die entstehenden Un-Logiken m&amp;uuml;ssten aber viele Mitarbeiter nachvollziehen k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;  &lt;p&gt;Dankbar bin ich, dass &lt;a href=&quot;http://schaeferblick.wordpress.com/&quot;&gt;schaeferblick&lt;/a&gt; den Zusammenhang von Offenheit und Emergenz so sch&amp;ouml;n herausgehoben hat.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;!-- //.entry-body --&gt;</description>
      <pubDate>Sat, 16 Jan 2010 12:36:33 GMT</pubDate>
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